Das Wetter ist unfreundlich. Die Stimmung im LSV Fanlager gedämpft. Der LSV spielt heute nach den nicht gerade erfreulichen Resultaten der letzten Wochen gegen den aktuellen Tabellenführer SV Eintracht Ahaus auf dem Nebenplatz. Mit dem Hauptplatz hat der Gastgeber offensichtlich auch Probleme. Wie sich die Situationen ähneln. Unsere Löwen haben sich in der Tabelle zunächst auf Platz sechs eingeordnet., punktgleich mit Thesen und Rot-Weiß Ahlen.
Der Gegnerische Coach, Frank Wegener, will seine Siegesserie, vier Dreier in Folge, natürlich fortsetzten. Lünen möchte und muss mehr Leistung bringen, um sich zu verbessern. Dazu braucht es aber ein völlig anderes Gesicht als bei der Niederlage im Westfalenpokal gegen BSV Schüren (3:6). Liegt es am Rückzugsverhalten? In vielen Situationen laufen die Rot-Weißen meistens neben- und noch schlimmer hinterher. Was hat das eigentlich für Konsequenzen? Die Offensive rackert sich ab, schießt Tore am laufenden Band, die Defensive ist löchriger als ein Schweizer Käse. Man darf gespannt sein, was Cheftrainer Dimitrios Kalpakidis heute als Plan in der Tasche hat.
Schiedsrichter Maurice Backwinkler pfeift an. Die Eintrachtler versuchen von Anfang an Druck aufzubauen. Wir halten dagegen und bringen durchaus ordentliche Spielzüge zustande. Eine gut vorgetragene Kombination knallt Mateus Ayala Cardonis zur überraschenden Führung in die Maschen ((24.). Das passt den Hausherren gar nicht ins Konzept, aber all die Bemühungen führen nicht zum Erfolg. Unseren Löwen haben den Kampfgeist wiederentdeckt. So bleibt es bis zur Halbzeitpause bei dieser knappen Führung für Rot-Weiß.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit setzt Eintracht die Bemühungen fort und ist auf Ausgleichskurs. Alexander Rothkamm verhindert eine 100-prozentige Einschussmöglichkeit des Gastgebers, der nie aufsteckt. Unsere viel kritisierten Defensivkräfte sind heute hellwach und auf dem Posten. Es bleibt Alessandro Tomasello vorbehalten, den Schlusspunkt unter die Partie zu setzen. Buchstäblich in letzter Minute erzielt er das erlösende Tor zum 0:2 (88.). Sieg!
Unser Team stürzt damit den aktuellen Tabellenprimus und setzt ein Ausrufezeichen. Der dreifache Punktgewinn ist Balsam für die Seele, Mut, Willen und Kampfgeist können doch eine ganze Menge bewirken. Als nunmehr Tabellenzweiter sollte unser Löwenrudel weiter für den Aufschwung arbeiten. Glückwunsch an die Mannschaft, aber auch an das Trainerteam, die einen guten Job gemacht haben, um unsere Kicker wieder auf Vordermann zu bringen. Es geht doch.
Am kommenden Spieltag erwarten wir aus der unteren Tabellenregion SuS Bad Westernkotten Platz 13). Anstoß 15 Uhr, Kochan Arena. © rur
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