Zwei Niederlagen in Folge ohne Veränderung an der Tabellenspitze. Der gute Lauf unserer Löwen hat damit einen argen Dämpfer erhalten. Gut, jedes Team schwächelt einmal. Aber das darf sich heute im Derby gegen die Hammer SpVg nicht fortsetzen. Eine abgeklärte Vorstellung unseres Löwenrudels ist erforderlich. Konsequente Spielweise statt Motivationslosigkeit, Spaß am Kicken statt Lustlosigkeit. Die Fans wollen eine Reaktion sehen. Bei aller Zielstrebigkeit gilt es eine Stabilität in der Defensive zu verankern. Wir erinnern uns gerne an das Spiel der Hinrunde in Hamm, in dem sich der LSV mit 1:2 durchsetzen konnte.
Unser heutiger Gegner wurde zuletzt zuhause vom Werner SC mit 1:3 vorgeführt. Coach Ralph Oberdiek wird sich also für das heutige Spiel auch seine Gedanken gemacht haben. Hamm ist aktuell seit fünf Spielen ohne Sieg und belegt vor dieser Partie mit 30 Punkten Platz sieben. Für unser Löwenrudel gilt es die knappe Tabellenführung zu verteidigen.
Das Spiel steht unter Leitung von Lukas Buschkotte. Wir haben Anstoß, doch es sind die Hammer, die unsere Defensive schon in den ersten Minuten unter Druck setzen. Auf Lüner Seite entwickelt sich ein zähes Spiel. Das Team um Coach Schiattarella leistet sich viel Fehlpässe und macht keinen stabilen Eindruck. Nach einem Freistoß und einer Kopfballverlängerung steht Daniel Friesen goldrichtig und hämmert den Ball volley zur 1:0 Führung ins Netz (29.). Der Treffer bringt jedoch keineswegs Ruhe ins Spiel. Wenige Minuten später lässt Kapitän Enis Delija eine Monsterchance liegen. Unsere Löwen finden einfach nicht so recht ins Spiel. Die Hammer SpVg setzt immer wieder Nadelstiche. Ein letzter Aufreger unmittelbar vor dem Pausenpfiff hätte fast den Ausgleich bedeutet.
Unser Löwenrudel kommt gallig aus der Pause und kreiert sofort zwei Großchancen. Sipan Uzun (46.) und auch Ogunsemore, Japter (49.) können im Eins gegen Eins den gegnerischen Keeper nicht überwinden. Es hätte jetzt also eine höhere Führung sein müssen. Stattdessen verstrickt sich unsere Offensive weiterhin in unnötige Zweikämpfe und vergisst dabei den besser postierten Nebenspieler. Auswechslungen auf unserer Seite sollen für neuen Schwung sorgen, aber es läuft nicht viel. Die Roten aus Hamm bleiben gefährlich. Die Mannschaft schwächt sich allerdingsnoch in der 86. Minute selbst durch eine gelb-rote Karte. Als die Party nach 90 + 5 endlich endet, ist der LSV ein glücklicher Sieger, heimst drei wichtige Punkte ein und hält den Verfolger Burgsteinfurt mit vier Punkten weiterhin auf Abstand.
Es ist ein glücklicher Arbeitssieg, bei dem ein Tor eben den Unterschied gemacht hat. Unsere Rot-Weißen, heute ganz in schwarz, haben sich das Leben selbst schwer gemacht. So ein echter Wille zum Sieg und eine Körpersprache, wie man sie eigentlich von einem Tabellenführer erwartet, hat sich nicht eingestellt. Am kommenden Spieltag geht es gegen die SpVg Emsdetten 05. Dieses Team lauert nur auf einen Ausrutscher von uns. Es wird daher ein schwerer Gang. Ein Sieg hier im Salvus Stadion würde die Verfolger auf der Zielgeraden weiterhin auf Abstand halten. © rur
