Ein Sieg muss her. Ansonsten laufen unsere Löwen Gefahr, die Tabellenspitze abzugeben. Es ist ein Spiel, das enorm wichtig ist für den weiteren Saisonverlauf. Heute ist also der aktuell Tabellenfünfte SC Altenrheine unser Gegner. Das Hinspiel endete Remis 1:1. Es ist daher schon ein wichtiges Kräftemessen, denn bei den engen Tabellenabständen ist manches Team für eine Überraschung gut. Unser Coach Giovanni Schiatarrella ist guten Mutes, hat allerdings den Finger in die Wunde gelegt. Über allem steht ein Fragezeichen. Platzt heute in der Offensive der Knoten? Das Heimspiel gegen den SVB hat gezeigt, unsere Offensivabteilung muss mehr Mut zum Abschluss entwickeln. Gegen das Bollwerk einer tiefstehenden Abwehr kann man schon mal aus der Distanz einen Schuss auf das gegnerische Tor wagen. Schöner Kombinationsfußball führt nicht immer zum Erfolg. Unser Team sollte daher selbstbewusster auftreten, ohne das Abwehrverhalten zu vernachlässigen. Drei Neuzugänge sind neue Hoffnungsträger: Japter Ogunsemore (23), Olananiran Akere ( 40) und Sandu Roga (22), jung, hungrig, laufstark und begabt im Umgang mit dem runden Leder. Sie erhalten heute eine Chance, die Hausherren unter Druck zu setzen.
Das Spiel beginnt auf beiden Seiten zerfahren und nervös. Jedes Team versucht, die Spielkontrolle zu finden. Der SVA kommt mit schnellem Umschaltspiel dabei immer zurecht. In der 14. und 26. Minute muss unser Schlussmann bei hochkarätigen Chancen der Gastgeber die besten Reflexe auspacken, damit wir nicht in Rückstand geraten. In der 32. Minute ist er allerdings machtlos. Altenrheine führt 1:0. Mit diesem Ergebnis und sechs Minuten Nachspielzeit geht es in die Halbzeitpause.
Mit Beginn der zweiten Hälfte verstärken die Hausherren den Druck. Coach Giovanni wechselt Badre El Yandouzi Arbaoui und Sando Roga ein und hofft auf neue Impulse. Das Spiel bleibt intensiv. Torgefahr geht vor allem von Standardsituationen aus. Unsere Löwen setzen verstärkt auf Konter und wollen sich mit der Entwicklung nicht zufrieden geben. Eine Spielsituation kann nur durch ein Faulspiel im Strafraum von der Altenrheiner Defensive gestoppt werden. Elfmeter. Unser Kapitän. Enis Delija, übernimmt die Verantwortung, versenkt das Leder und gleicht zum 1:1 (80.) aus. Es ist auf einmal, als hätte jemand den Schalter umgelegt. Das Momentum liegt beim LSV. Wir wittern Morgenluft. Da geht noch was. „Die Macht am Kanal – so betitelt sich der SV – beginnt zu bröckeln. Das Ende der Spielzeit ist nahe. Noch einmal Ecke für uns. Der Torschütze des Ausgleichstreffers, Enis Delija, steht goldrichtig, und wir liegen 1:2 vorne (89.). Schock im Stadionrund. Fünf Minuten Nachspielzeit werden angezeigt, fünf Minuten zittern. Dann pfeift der Schiedsrichter endlich nach 90 + 7 die Partie ab. Der Jubel unserer Mannschaft ist groß. Sie haben zu keiner Zeit aufgegeben und sich letztlich belohnt.
Der Platz an der Ligaspitze ist gefestigt. Deutlich ist wieder einmal, das Passspiel des Teams und die Effizienz bei sich ergebenden Chancen sind verbesserungswürdig. Daran müssen unsere Löwen weiter arbeiten.
Im Heimspiel am kommenden Sonntag in der Kochan Arena (15 Uhr ) treffen wir im Nachbarschaftsduell auf den Werner SC, der mit einer 0:2 Niederlage gegen Vorwärts Wettwingen im Gepäck anreist. Auch hier können wir uns keinen Ausrutscher erlauben. Mit nur zwei Punkten Rückstand lauern weiterhin Burgsteinfurt und die Hammer SpVg. © rur
