Tolles Stadion, super Wetter, es ist angerichtet. Die Begegnung heute gegen den aktuellen Spitzenreiter der Liga, SC Peckeloh, stößt auf großes Interesse. Die Tribüne ist gut gefüllt. Dabei trifft unsere torhungrige Sturmformation (bisher 24 Treffer, zusammen mit RW Ahlen Bestwert) auf die stabile Abwehr des Gastgebers (6 Gegentore, Liga Bestwert).
Das Team von Coach Vittorio Lombardi ist bisher ungeschlagen. Wir blieben nur einmal ohne Punkte. Unsere Löwen konnten die letzten beiden Spiele zu Null gestallten, bei bisher 17 Gegentreffern, Sie signalisieren damit einen Aufwärtstrend im Defensivverhalten. Dies ist auch zwingend notwendig, will man um die Spitze im Rennen bleiben.
Erwartet wird heute ein Spiel auf Augenhöhe. Wer in die Favoritenrolle schlüpft, lässt sich nicht voraussagen. Vor Beginn des Kräftemessens stellt sich auf Lüner Seite die Frage, ob Girolamo Tomasello, der Zwillingsbruder von Alessandro, schon für einen Einsatz bereit ist. Der Neuzugang ist jedoch nicht im Kader.
Das Spiel beginnt. Von Anfang klar ist die jeweilige Spielanlage. Die Hausherren bauen geduldig auf und versuchen mit viel Spielanteilen unsere Löwen zu locken. Doch auch hier ist die Strategie klar ablesbar. Ab der Mittellinie wird ein Bollwerk aufgebaut. Lünen lauert auf Ballverluste des Spitzenreiters im Mittelfeld, um dann über die schnellen Sturmspitzen Konter zu fahren. Dies gelingt immer wieder, doch Peckeloh hat mehr Torabschlüsse. Unsere Abwehr ist aber gut eingestellt. Das Spiel ist intensiv. Beide Teams schenken sich nichts. So geht es torlos in die Halbzeitpause.
Nach Wiederanpfiff eröffnet der SCP bei eigenem Anstoß sofort mit einen Paukenschlag das Spielgeschehen. Unsere Hintermannschaft ist noch nicht richtig sortiert. So gehen die Gastgeber mit einer schönen Einzelleistung in Führung: 1:0 (46.) Unsere Löwen zeigen sich aber keineswegs geschockt. Sie setzen immer wieder Nadelstiche. Es gib Torchancen auf beiden Seiten, wobei die Hausherren in der ein oder anderen Situation nicht das Glück auf ihrer Seite haben. Das Quäntchen Glück schlägt zu unseren Gunsten aus. Nach einem blitzschnellen Umschaltspiel und einer gut getimten Flanke gelingt Mert Ergüven der Ausgleich zum 1:1 (66.).
Es geht danach ordentlich zur Sache. Der Schiedsrichter zeigt nicht nur eine gute Leistung sondern zückt auch insgesamt neun gelbe Karten. Die Zeit läuft gegen die Hausherren, die alles auf eine Karte setzten. Hüben wie drüben wird kräftig durchgewechselt. Das Fußballpublikum ist sich einig: Dieses Spiel kann jede Mannschaft gewinnen oder verlieren.
Trotz aller Bemühungen, einen Dreier einzufahren, bleibt es bei dem Remis.
Wir können zwar mit diesem einen Punkt nicht die Spitze übernehmen und fallen sogar hinter Grün-Weiß Nottuln (18 Zähler und RW Ahen mit 17 Punkten aber einem besseren Torverhältnis auf den 4. Platz zurück. Der SC Peckeloh bleibt weiterhin ungeschlagen mit 18 Punkten an der Tabellenspitze. Am kommenden Spieltag erwarten wir in der Kochan Arena, dann wieder auf Rasen, den SC Herford (Tabellenneunter), Anstoß 15. Uhr. © rur