Der Spielort für die heutige Begegnung ist wie Balsam für die Fußballerseele der Rot-Weißen. Endlich, nach einer langen Regenerationsphase und Kampf gegen allerlei Ungetier, können endlich unsere Lüner Löwen wieder auf dem Rasen in der Kochan Arena perfomen. Das Publikum darf wieder auf der Tribüne Platz nehmen, und das Clubhaus erweist sich als gastfreundlicher Ort.
Gegner ist der SC Herford. Die Blau-Schwarzen reisen mit einer 1:4 Niederlage gegen SV Mesum im Gepäck an die Lippe. Das Team um Coach Tim-Oliver Daseking liegt im Mittelfeld der Tabelle. Unsere Löwen hingegen befinden sich mit SC Peckeloh, Grün-Weiß Nottuln und Rot-Weiß Ahlen aktuell in bester Gesellschaft im Kampf an der Spitze .Unseren Coach, Dimitrios Kalpakidis, plagen zur Zeit keine Verletzungssorgen. So kann er auf den vollen Kader zurückgreifen. Dieses Kräftemessen leitet Friedirch Wübbelt.
Das Spiel beginnt. Ob wir die Favoritenrolle einnehmen, muss sich zeigen. In der vierten Minute setzt der Gegner nach unserem Anstoß bereits das erste Ausrufezeichen. Der Abschluss streicht knapp über unser Tor. Nach einer guten Kombination fällt ein Tor gegen Herford, dass der Schiedsrichter allerdings nicht anerkennt, weil er ein Foul gesehen haben wil, was keines war. Es sollte nicht die einzige strittige Entscheidung sein. Das Gespann zieht sich wiederholt den Unmut der anwesenden Fans zu, wenn mit zweierlei Maß gemessen wird.
Auf dem Rasen tut sich ansonsten nicht viel, bis zur 28. Minute. Die Nummer sechs des Gegners lässt sich zu einem rüpelhaften Regelverstoß hinreißen und kassiert dafür die rote Karte. Wir haben mehr Spielanteile. Unser Kapitän, Enis Delija, verfehlt mit seinem Weitschuss (32.)nur knapp das gegnerische Tor. Zwei Großchancen können wir nicht nutzen(33.) Dann ertönt wie aus heiterem Himmel der Elfmeterpfiff des Referees , der ein Handspiel unseres Spielers Darko Ilic, im eigenen Strafraum gesehen haben will. Der Lüner Anhang ist ob der möglichen Fehlentscheidung geschockt. Es nutzt nichts. Der Gast versenkt den Strafstoß und geht mit 0:1 in Führung (44.), zugleich der knappe Pausenstand.
Die Herforder wittern zu Beginn der zweiten Hälfte Morgenluft. Sie kommen immer wieder gefährlich vor unser Gehäuse. Es ist aber ein verteiltes Spiel. Nach einer gekonnten, schnellen Kombination setzt sich Alessandro Tomaserllo durch und erzielt den Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1 (62.). Nur wenige Minuten später wieder ein Elfmeterpfiff. Diesmal ein Foul im gegnerischen Strafraum, das von den Gästen allerdings völlig anders beurteilt wird. Enis Delija, unser Mannschaftskapitän lässt sich diese Chance nicht entgehen und knallt den Ball ins Tor: Die Führung zum 2:1 (65.).
Sicherlich will unsere Mannschaft noch besseres Ergebnis. Die Gäste stemmen sich jedoch dem entgegen und kontern durchaus gefährlich. Obwohl lange Zeit in Unterzahl, lag der Ausgleich durchaus in der Luft. Es bleibt bei unserem Erfolg
Fazit: Unsere Löwen haben in vielen Momenten zu „wild“ gespielt und oft die falschen Entscheidungen getroffen. Bei Ballannahme und Passspiel ist bei unseren Spielern noch Luft nach oben.
Durch den Sieg und 20 Punkte auf dem Konto klettern wird bis auf einen Punkt an das Führungsduo SC Peckeloh und Grün-Weiß Nottuln heran. Seit sechs Spielen sind wir ungeschlagen und wollen diesen Lauf am kommenden Spieltag gegen den Tabellenletzten FC Kaunitz fortsetzen. Anstoß 15 Uhr, Zum Furlbach , 33415 Verl. © rur