Was wird das heute für ein Spiel? Das muss man sich zu Recht fragen. Am vergangenen Spieltag verfiel der LSV wieder einmal alten Spielmustern. Die Abwehr ist einfach instabil und macht dem Gegner das Tore schießen leicht. Was nutzt der Aufwand in der Offensive, wenn es hinten mehr Löcher gibt als im Schweizer Käse. Sportdirektor Tuna Kayabasi kennt das Problem, und weiß was er zu tun hat. So ist er bereits in seinem Netzwerk unterwegs, denn es muss ein Häuptling her, der die Defensive zusammenhält.
Bis zur Winterpause ist es nicht mehr weit, dann wird die Vereinsspitze sehen, welche Lösungen sich anbieten.
Der Gegner an diesem 12. Spieltag ist die Zweitvertretung des Regionalligisten SV Rödinghausen. Beim Tabellenzehnten läuft es nicht so, wie man es sich zu Beginn der Saison gedacht hatte. Zuletzt mussten die Männer um Coach Florian Langer eine 0:1 Niederlage gegen den SV Mesum einstecken.
Für unsere Löwen könnte das eine schwere aber machbare, Aufgabe werden, eine gute Gelegenheit zur Wiedergutmachung für die 4:5 Niederlage am letzten Spieltag. Allerdings sollten die Spieler hellwach und mit dem nötigen Siegeswillen aus der Kabine kommen. Es gilt, das Spiel mit Köpfchen anzugehen, um nicht nach weinigen Minuten bereits einer Führung der Hausherren hinterherzulaufen.
Das Spiel leitet Maik Echelmeyer. Die Hausherren machen von Anfang an Druck auf unser Team. Eine Großchance in der 11. Minute hätte eigentlich die Führung bedeuten müssen, doch unser Torwart Alexander Rothkamm riskiert Kopf und Kragen und entschärft die Situation. Die Löwen versuchen, dem Druck zu widerstehen. Thomas Tabi wird festgehalten, versucht sich zu befreien, der Gegner fällt. Es ertönt der Pfiff: Foulspiel. Der Linienrichter informiert den Referee, er habe eine Tätlichkeit gesehen (Ellbogencheck). Der Schiedsrichter zückt die rote Karte. Entsetzen auf der Lüner Bank und den treuen, mitgereisten Fans. Dann setzt der Regen ein. Es gießt wie in Strömen mit Blitz und Donner. Das Spiel hätte sofort unterbrochen werden müssen. Noch eine Ecke für Rödinghausen, die keine ist, denn vom Rücken des gegnerischen Spielers prallt der Ball ins Aus. Der Schiedsrichter hat es anders bewertet. und es wohl bei dem Sturzregen nicht richtig gesehen. Die Ecke schließt Rödinghausen mit einem wuchtigen Kopfball ab. Der Gastgeber geht mit 1:0 in Führung. Aller Protest hilft nichts. Kurz darauf wird das Spiel unterbrochen, die Spieler hasten in die Kabinen. Nach 10 Minuten kann das Spiel fortgesetzt werden. Bis zum Pausenpfiff passiert nichts mehr.
Mit Beginn der zweiten Hälfte setzt der der LSV alles auf eine Karte. Es ist ein harter Weg in Unterzahl. Doch die Löwen kämpfen, zeigen Moral und setzten den ein oder anderen Nadelstich. Der SV bleibt jedoch weiter dominierend. Besondere Gefahr droht immer bei ruhenden Bällen. In der 78. Minute schlägt Rödinghausen erneut zu und baut die Führung auf 2: 0 aus. Das Spiel wird nickelig, doch diese Führung zieht uns den Stecker. Seit der 19. Minute in Unterzahl, das hat Körner gekostet. SV Rödinghausen II ist mit dem Schlusspfiff das bessere und glücklichere Team.
Wir rutschen mit 23 Punkten auf den 4. Tabellenplatz ab. Platz 2 (FC Rheda, 25 Punkte) und Grün-Weiß Nottuln, 24 Punkte) sind in Schlagdistanz. Die Mannschaft hat teilweise gegen einen stark aufspielenden Gegner mithalten können. Jetzt gilt es, auch in der Kochan Arena die Fans zu entschädigen und wieder einen Dreier einzufahren. Nach der durch den Feiertag entstehenden Spielpause ist der FC RW Kirchlengern der nächste Gegner aus der Abstiegszone. Bis dahin sind hoffentlich verletzte Stammspieler wieder einsatzfähig. © rur