Heute bekommt es der LSV mit VfL Thesen zu tun. Das Team um Coach Timo Niermann rangiert auf dem 9. Tabellenplatz und hat nur ein Spiel aus den letzten fünf Begegnungen gewonnen. Der Herausforderer trifft auf die Lüner Löwen und damit auf den Tabellenvize (23 Punkte) Wir stellen mit 31 Treffern die torgefährlichste Offensive der Liga. Die drei Punkte in dieser Begegnung sollen natürlich in Lünen bleiben, immerhin zeigt unsere Bilanz 13 Punkte aus den letzten fünf Spielen. Coach Dimitrios Kalpakidis und sein Co Guiseppe Tripi setzten auf die gute Form ihrer Elf.
Schiedsrichter Christian Lange leitet das Spiel. Wir beginnen bei eigenem Anstoß schlafmützig und kassieren gleich beim ersten Konter des Gegners das 0:1 (3.). Unsere Löwen kommen jetzt langsam auf Betriebstemperatur und zeigen sich keineswegs geschockt. Die in Blau-Schwarz spielende Mannschaft setzt Thesen vehement unter Druck. Das zahlt sich aus. Der pfeilschnelle Mert Ergüven gewinnt sein Laufduell und erzielt den Ausgleich (11). Wer glaubt, dass sich unser Spiel dadurch beruhigt, sieht sich getäuscht. Thesen bleibt brandgefährlich und setzt immer wieder Nadelstiche. Unsere Spieler wollen die Führung und rücken sehr weit auf. Das bestraft Thesen sofort. Nachdem Leon Schneider gegen Can Bayer ausgewechselt wird, wirkt unser Tam etwas unkonzentriert. Mit einer gekonnten Spielverlagerung und Überzahl gegen unsere unsortierte Hintermannschaft geht der VfL erneut in Führung (32). Damit nicht genug, denn fast zeitgleich mit dem Pausenpfiff fällt dann noch ein weiteres Tor. Beim Stand von 1:3 (45.) geht es in die Halbzeitpause.
Zu Beginn der zweiten Hälfte fragt man sich auf Lüner Seite, haben wir den Gegner unterschätzt? Noch ist ein langer Weg zu gehen. Thesen erweist sich weiterhin giftig in den Zweikämpfen und lässt unserem Team nur wenig Raum. So kommen auch keine guten Spielzüge auf unserer Seite zustande. Bälle gehen oft schon im Mittelfeld verloren. In der 51. Minute der nächste Knaller. Die Gäste bauen ihren Vorsprung aus. Es steht 1:4 (51). Nur acht Minuten später fallt dann noch das 1:5 (59). Diese Führung dürfte dann wohl die Vorentscheidung sein. Doch weit gefehlt. So blamabel will sich unser Rudel nicht geschlagen geben und verstärkt sein Anrennen. Darko Ilic verkürzt auf 2:5 (78). Wir wittern Morgenluft als in der 81. Minute der Elfmeterpfiff des Schiedsrichters ertönt und sich Alessandro Tomasello diese Chance nicht entgehen lässt. Nur noch 3:5 (81). Für uns heißt es „all in“. Burak Camoglu erzielt das 4:5 (87). In der Nachspielzeit verliert Thesen noch einen Spieler, der die gelb-rote Karte erhält. Es ändert sich aber nichts mehr. Das Aufbäumen ist vergebens. 90 + 6. Abpfiff, es bleibt beim 4:5.
Der LSV kassiert nach sieben Spielen ungeschlagen wieder eine Niederlage. die zweite in der laufenden Saison. Der FSC Rheda hat die Gunst der Stunde genutzt und zieht in der Tabelle an uns vorbei. Wir rangieren jetzt auf Platz drei. Der Spitzenreiter Peckeloh ist um vier Punkte enteilt. Auch heute lautet die Erkenntnis zum wiederholten Male: Es fehlt uns im Spiel an Konstanz und in der Defensive an Stabilität. Unser Team ist oft nicht nah genug am Gegner und zeigt im Übrigen eine schwache Spielkultur. Eine Woche hat man jetzt Zeit, um den Finger in die Wunde zu legen und nachzubessern Mund abputzen und es besser machen. Die Begegnung gegen die Reserve von SV Rödinghausen am kommenden Spieltag wird bestimmt kein Kinderspiel.Anstoß15 Uhr, im Häcker-Wiehenstadion, Auf der Drift 36, 32289 Rödinghausen. © rur